Telearbeit, egal in welcher Form sie praktiziert wird, bietet für den
Arbeitnehmer und das Unternehmen sowohl Vor- als auch Nachteile.
Zu den Vorteilen zählt, dass:
der Arbeitnehmer sich weite Anfahrtswege zum Arbeitsplatz spart und
zudem die Möglichkeit hat, seine Arbeitszeit weitgehend individuell
zu gestalten.
Dies ist gerade für Frauen interessant, da sich so Familie und Beruf
besser vereinbaren lassen.
die Unternehmer straffer kalkulieren können, weil man Arbeitsplätze
mit geringer Auslastung (z. B. bei nur stundenweise benötigten
Tätigkeiten) so effektiver nutzen kann.
Personal- und Infrastrukturkosten sich reduzieren lassen.
qualifizierte Mitarbeiter, die aus familiären Gründen eine Kündigung
erwägen, dem Unternehmen erhalten bleiben können.
Nicht unerwähnt sollten aber auch die Nachteile bleiben, die sich durch
Telearbeit ergeben.
Solche Mängel sind:
die Verschmelzung von Privat- und Berufsleben.
Die Vereinsamung des Telearbeiters an seinem Arbeitsplatz, die durch
die Trennung von der übrigen Belegschaft entsteht.
ein erhöhter Bedarf an Selbstdisziplin, um anfallende Arbeiten termingerecht
erledigen zu können.
zumeist schlechtere Karrierechancen als bei betriebsinterner Beschäftigung.
wegfallende Kontrollmöglichkeiten des Arbeitgebers gegenüber den Angestellten.
Bei weitem nicht alle Arbeitsplätze sind zur Telearbeit geeignet. Bei
der Einrichtung von Telearbeitsplätzen sollten Vor- und Nachteile im konkreten
Einzelfall sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite umfassend
gegeneinander abgewogen werden.